Zarzis
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Die Meeresoase Zarzis liegt ca. 60km südlich von Houmt Souk, dem Hauptort der Insel Djerba und ist somit der südlichste Badeort Tunesiens. Zarzis ist mit der Insel Djerba durch den in der Antike gebauten 7km langen Römerdamm verbunden.

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Der hübsche, kleine Badeort grenzt an einen grossen Palmenhain. Lange, feine Sandstrände, der Zauber der alten Traditionen und der Komfort der in landestypischer Architektur gehaltenen Hotels machen diesen Ort äusserst reizvoll. Einst der Lieblingsbadeplatz französischer Kolonialbeamter bietet die Oase Zarzis heute dem Touristen wirklich alles - ausser Rummel!

AUSFLUGSZIELE UND SEHENSWÜRDIGKEITEN

Römerdamm
Nach Norden hin ist Zarzis Insel mit einem etwa 7 km langen und gut 10 m breiten Damm mit der Insel verbunden. Der Damm geht auf die römische Zeit, eventuell sogar schon auf die punische Zeit zurück. Später wurde der Damm vom Meer überflutet. Während der Auseinandersetzungen Draguts mit den Spaniern wurde er um 1551 aus Sicherheitsgründen durchbrochen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde er wiederhergestellt. Entlang des Damms erfolgt auch die Trinkwasserversorgung der Insel über eine Pipeline.

Borj El Kebir

Borj El Kebir (Grosses Fort) ist die Festung aus dem 15. Jh. unten am Meer. Sie wurde auf den Fundamenten eines Forts aus dem 13. Jh. errichtet, welches seinerseits auf den Grundfesten einer römischen Anlage stand. Nacheinander wurde es von Hafsiden, Spaniern, Türken und im 16. Jh. von Barbarossa und Dragut Ali als Garnison benutzt. Im Jahr 1650 stürmten Dragut und seine Männer die Feste und metzelten erbarmungslos die 5000 spanischen Verteidiger nieder. Aus ihren Schädeln errichteten die Piraten eine hohe Pyramide, die ein grausiges Mahnmal darstellte, das man erst im Jahre 1848 wieder beseitigte.

Houmt Souk
Houmt Souk ist das Geschäftszentrum mit den Büros der Fluggesellschaften, Banken, Reisebüros, Autoverleihfirmen, Restaurants und vielen kleinen Läden. Trotzdem ist es aber kaum mehr als ein grosses Dorf, dessen Zentrum die Souks sind, ein Irrgarten aus engen Gassen und weissgewaschenen Plätzen, wo die Verkaufsstände mit lokalen Handwerksgegenständen überfüllt sind - mit Töpferwaren, Teppichen, Korallen und Schmuck.

 

Musée des Arts
Das kleine, aber ausgezeichnete Museum für Volkskunst und Volkstraditionen (Musée des Arts et Traditions Populaires) ist in der Zaouia (Heiligtum) des Sidi Zitouni am Stadtrand untergebracht, inmitten eines hübschen Gartens. In den ersten Sälen sind traditionelle Kleidungsstücke und Kostüme für besondere Anlässe ausgestellt. Alter Schmuck, Keramik, Tischler- und Schnitzereiarbeiten zeigen die Kunstfertigkeit der Handwerker. Das Museum ist täglich ausser freitags von 9-12 Uhr und von 15-17.30 Uhr geöffnet.

 

Strände
Östlich von Houmt Souk liegen die besten Strände der Insel - Sidi Maharès, Sidi Garous und La Séguia - die auf 20km Länge nur durch die Felsen von Ras Taguerness unterbrochen werden. Diese Landspitze mit dem grossen Leuchtturm ist übrigens auch als der beste Platz zum Schnorcheln bekannt.

 

Synagoge
Ungefähr 8 km südlich von Houmt Souk liegt das älteste Gotteshaus der Insel, die Synagoge La Ghriba. Sie wurde in den 1920er Jahren gebaut. Entsprechend der örtlichen Legende soll hier 600 v. Chr. ein heiliger Stein vom Himmel gefallen sein, weshalb Juden aus ganz Nordafrika hierher pilgern. Ein Rabbi wird Sie empfangen und Ihnen die Synagoge zeigen, deren Fundamente in ihrem ältesten Teil sehr wahrscheinlich bis ins 5. Jh. v. Chr. zurückgehen. Legen Sie die Schuhe ab und bedecken Sie Ihren Kopf bevor Sie eintreten (die Synagoge, ist für Besucher am Samstagmorgen, dem Sabbath, geschlossen).

AUSFLÜGE

Guellala
Guellala, auf der Südseite der Insel, ist das Zentrum von Djerbas Töpfereigewerbe. In den holprigen, ungepflasterten Strassen drängen sich Dutzende von Töpferwerkstätten, Brennöfen und kleine Fabriken. Und überall lädt ein Schild die Besucher ein, hereinzukommen und sich umzusehen.

Midoun
Der zweitgrösste Ort auf Djerba, Midoun, ist vor allem ein Marktflecken, wo jeden Freitag ein lebhafter Souk unter freiem Himmel abgehalten wird. Ein wahres Erlebnis: Von Früchten und Gemüse über Stoffe und Tiere können Sie so ziemlich alles erwerben - oder einfach nur das bunte Treiben mit all den verschiedenen Düften geniessen! Eine andere Touristenattraktion ist die traditionelle Berber-Hochzeit, die man jeden Dienstag für die Besucher feiert.

Darüber hinaus ist Zarzis der ideale Ausgangspunkt für Tages- oder Mehrtagesausflüge aufs Festland und zu den Bergdörfern und Wüstenoasen. Rundreisen und Trekkings lassen sich ideal mit Badeferien auf Zarzis kombinieren. Unter den Angeboten für Rundreisen und Trekkings finden Sie zahlreiche Vorschläge, das Landesinnere von Zarzis aus zu entdecken.

Gergis

Die Geschichte des Ortes Gergis reicht mindestens bis in phönizische Zeit zurück. Die Stadt wurde von Karthago beherrscht, ab 146 v. Chr. von Rom. Die auf einer Fastinsel gelegene Stadt lebte von der Fischerei und vom Olivenanbau, der eine wichtige Rolle für die Versorgung Roms mit Speiseöl und Leuchtmmitteln spielte. Seine Nähe zum Handelszentrum Djerba und der Hafen zum Mittelmeer gaben der Stadt eine Vermittlerrolle zwischen den mediterranen Handelsplätzen und denen in der Sahara. Zudem betätigte sich die Stadt als Salzexporteur aus der Sebkha El Melah.

GESCHICHTE

Mit der arabischen Eroberung im Jahr 647 begann die Islamisierung, nachdem die Region um 300 christianisiert worden war. Dennoch bestanden nicht nur Handelskontakte mit dem muslimischen Hinterland, sondern auch zu den Städten Europas. Eine eigene französisch-genuesische Salzhandelsgesellschaft bestand von 1714 bis 1724.

Touristen kamen ab 1973 aus dem Ausland in die Region Zarzis-Djerba, nachdem ein Dekret eine Touristikzone in der Region eingerichtet hatte. Als der Zustrom der Besucher mit ihrem hohen Wasserverbrauch ab den 1990er Jahren für Wassermangel in der Region sorgte, kamen Überlegungen auf, unterirdische, bisher unberührte Wässer zu nutzen, doch entschied man sich angesichts der Kosten und der unabsehbaren ökologischen Folgen für eine Meerwasserentsalzung. Nach Sfax und Mahdia ist Zarzis der grösste Fischexporthafen im Süden. Die Tourismuszone beginnt ungefähr drei Kilometer nördlich von Zarzis.

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