Mahdia
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Mahdia besitzt den besonderen Charme einer glorreichen Vergangenheit und ist auf dem Felsen einer schmalen Halbinsel erbaut. Die Fischer- und Hafenstadt am Cap Afrique besticht in erster Linie mit ihrer malerischen Medina. Die wunderschönen und nahezu märchenhaften orientalischen Hotelanlagen befinden sich vor allem etwas nördlich der Stadt am breiten und flach abfallenden Sandstrand und versprechen Ihnen mit dem Blick auf eine der schönsten Städte in Tunesien einen romantischen, entspannten und trotz dessen sehr erlebnisreichen Aufenthalt.

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Mahdia besitzt auch den besonderen Charme einer Küstenstadt: sein Fischereihafen ist einer der bedeutendsten in Tunesien und besonders auf Sardinen spezialisiert, die im Schein der Laternen gefischt werden. Während der Sommerabende, wenn die Fischkutter den Hafen verlassen, ergibt dies ein faszinierendes Schauspiel: das Meer und der Jahrhunderte alte Hafen von Mahdia werden wie mit Tausenden von Kerzen erleuchtet. Bei den ersten Anzeichen der schönen Jahreszeit ist der Hafen am belebtesten. Das Bild wird beherrscht von der nicht gerade leisen Versteigerung der Fischhandler bei Ankunft Hunderter und Tausender von Kisten mit Sardinen und Sardellen - auf hoher See gefischt.

Wenn Freitags der Wochenmarkt stattfindet, verwandelt sich die Skiffa EI Kahla in eine wahrhaftige Ali Baba Hohle aus 1001 Nacht. Die alten Weberinnen, Stickerinnen und Näherinnen legen schöne, traditionelle Kostüme, Seidenartikel und Vergoldetes zum Verkauf aus. Es gibt aber auch einen richtigen Goldschmuck-Markt. Das traditionelle Frauenkostüm von Mahdia ist zweifelsohne das prunkvollste in ganz Tunesien, so sehr steht die Pracht der in kräftigen Farben gedruckten Seide in Konkurrenz zu den goldfarbenen Stickereien.

In Mahdia ist die Innendekoration der Wohnungen ein wahrhaftiger Kult, bei dem das .. Dar" (Haus) ein authentisches Kunstwerk darstellt. In den wohlhabendsten Häusern, insbesondere in der Rue des Hamza, befinden sich ein Dutzend sehr schöner Hauser, die im letzten Jahrhundert von den Mitgliedern der gleichen Familie errichtet wurden. Zwei Drittel der Wände des Wohnzimmers (Majless) sind mit besticktem Stoff verkleidet. Auf den Holzregalen, mit lebhaften Farben bemalt, stehen zahlreiche erlesene Töpfergegenstände, Parfümzerstäuber aus geblasenem Glas in feinsten Farben, antike Spiegel mit goldenen Rahmen, während der obere Teil der Wände mit Gemälden geschmückt ist. Die Kranzleiste und die Decke sind mit Blumenmotiven bemalt.

Unendliche Strände, Ruhe, Wohlbefinden
Die Küstenstadt Mahdia gilt noch als Geheimtipp der Ferienorte Tunesiens. Lange, wunderbare Strände am saphirfarbenen Meer und eine zauberhafte Medina mit Tradition versprechen vorzügliche Urlaubsstunden. Genauso schillernd ist das faszinierende Schauspiel, wenn die Fischkutter während der Sommerabende aufs Meer raus fahren und den jahrhunderte Jahre alten Hafen mit ihren Laternen zum Leuchten bringen. Mit dem großen Fischerhafen, der dicht am Wasser gelegenen Medina, der traditionellen Stimmung und den herrlichen Stränden hat Mahdia alles zum bezaubern. Neue Hotels wurden vor kurzem gebaut, um diesem Ferienort noch mehr komfortable Schönheit zu verleihen.

AUSFLUGSZIELE UND SEHENSWÜRDIGKEITEN

Von Mahdia aus kann man mehrere Ausflüge unternehmen. Ein paar Stunden reichen dazu aus, die wichtigsten Zentren im Norden des Landes zu besichtigen. Ein Zweitagesausflug ermöglicht dem Besucher sogar eine Fahrt in den Süden Tunesiens. An der Küste entlang oder quer durchs Land.

Innerhalb der Touristenzone Port el Kantaoui - Sousse - Monastir - Mahdia gibt es eine sehr gute Verkehrsanbindung und der Urlauber hat so bequeme Möglichkeiten, die nähere Umgebung zu erkunden. Aus diesem Grund ist die Region um Sousse die beste Adresse für alle Tunesienbesucher, die etwas vom Land sehen wollen. Zunächst sind da mal die kleinen gelben Taxis, die oft schon vor den Hotels warten. Sie haben einen Taxameter, man sollte auf dem Einschalten bestehen.

Wichtig ist auch die Metro, die für wenig Geld ab Sousse nach Monastir und Mahdia fährt. Viele Touristen verlassen das luxuriöse Getto nur, um einen Bummel durch die Souvenirgeschäfte der Medina von Sousse zu machen. Doch erst eine Fahrt ins Hinterland, wo die Felder noch mit Kamelen gepflügt werden, wo bunte Märkte der Versorgung der Bewohner dienen und nicht als Touristenattraktion, zeigt das wirkliche Tunesien. Dazu gibt es natürlich die öffentlichen Busse, aber dazu ist schon ein Insiderwissen notwendig. Am bequemsten ist es mit einem Mietwagen oder fragen Sie den Reiseleiter nach Ausflugsmöglichkeiten.

El Djem
Gegründet auf den Ruinen der antiken Stadt Thysdrus steht (heute El Djem) ein Kolosseum mit einem Fassungsvermögen von 30’000 Zuschauern das nach dem Kolosseum von Rom und Capua drittgrösste Theater des Römischen Reiches. . Es wurde im Jahre 230 nach Chr. von dem römischen Kaiser Gordianus konstruiert. EI Djem besitzt auch ein wunderbares Mosaik-Museum.

Tunis
Wenn man in Tunis ist, dann sollte man auf jeden Fali einen langen Spaziergang durch die Medina machen. Denn hier warten wunderbare Sehenswürdigkeiten (Die Grosse Moschee, das Mausoleum der Beys Tourbet el-Bey etc.), die Paläste, die Markte der tausend Versuchungen und das grosse Bardo Museum, bekannt für seine weltweit grössten Sammlung römischer Mosaike.

Sousse und Port El Kantaoui
Der bekannte Badeort Sousse hat auch eine grosse Geschichte. In der Medina sieht man heute noch Bauwerke aus dem Mittelalter: die Festung, der Ribat, die grosse Moschee, die Kashba. Von der Kashba aus hat man einen wunderbaren Blick auf die Stadt und das Meer. Das hiesige Archäologiemuseum ist äusserst sehenswert. Neben Sousse liegt der Ferienpark Port EI Kantaoui mit einem schönen Yachthafen und einem Golfplatz.

Monastir
Diese historische Stadt ist bekannt für seine mittelalterliche Festung (der Ribat). Sie beherbergt auch ein internationales Filmzentrum.

Sfax und die Inseln von Kerkennah
Die traditionelle Medina von Sfax ist sehr sehenswert. Vom Hafen aus kann man hier zu den Inseln von Kerkennah fahren, deren unberührte Strände und alte Traditionen einen ganz besonderen Charme ausstrahlen

Kairouan
Ca. 60 km im Landesinnern liegt die viertwichtigste Stadt des Islam. Die Stadt gehört mit ihrer berühmten Moschee, der bemerkenswerten Architektur und ihrer religiösen und historischen Bedeutung zu den Juwelen des tunesischen Kulturerbes. Kairouan ist eine heilige Stadt, in der man einen der bedeutendsten Orte des Islam, die Grosse Moschee, bewundern kann. Sehenswert sind hier auch die Medina und das Mausoleum Zaouïa Sidi Sahib mit seinen wunderbaren Keramiken. Kairouan ist auch das Zentrum der tunesischen Teppichkunst.

Gabes und Matmata
Ein Besuch in Gabes, einer grossen maritimen Oase, ist äusserst lohnenswert. Schön sind hier die Palmenhaine und die bunten Souks. In der Umgebung kann man weitere Oasen und ganz erstaunliche Berberdörfer mit Troglodyten Häusern (Matmata, Tamezret) besuchen.

Die Oasen der Sahara

Gafsa und vor allem Tozeur und Nefta sind wunderbare historische Städte, die ihren Reichtum aus den immensen Palmenhainen mitten in der Wüste bezogen. In der Umgebung muss man auf jeden Fall den Chott EI Jerid, einen glitzernden, ausgetrockneten Salzsee, und die Bergoasen besuchen.

GESCHICHTE

Schon die Phönizier erkannten die strategisch günstige Lage und gruben ein Hafenbecken, das noch heute genutzt wird. Weitere Überreste sind jedoch weder aus punischer noch aus römischer Zeit erhalten. Im Jahr 1907 wurde vor der Küste ein 86 v. Chr. gesunkenes Schiff mit Ladung gefunden, es ist im Bardo in Tunis ausgestellt.

Als im Jahre 912 n. Chr. Obeid Allah EI Mahdi sich von Kairouan entfernte und sich entschloss, für die neue Dynastie der Fatimiden eine Hauptstadt zu gründen, bestimmte er dieses erst, nachdem seine Astrologen in den Sternen die Herrschaft des Zeichen des Löwen - Symbol der Kraft - gesehen hatten. Seine Wahl fiel auf das Kap Afrika, ehemaliges karthagisches Zeughaus, das eine uneinnehmbare Halbinsel bildete und gab ihm den Namen Mahdia. Er liess Schutzmauern um die Stadt errichten und auf dem schmalsten Teil der Halbinsel erstand ein Zugang mittels eines machtigen Tores- der Skiffa EI Kahla (das dunkle Tor) genannt. Die Stadt umschloss damals, abgesehen von dem Besitz des Prinzen des Fatimiden und seinem Palast, die gross Moschee, die Verwaltung und die Geschafte der Handwerker.

Auf der Halbinsel lag die riesige, nahezu uneinnehmbare Festung, zur Landseite gesichert mit einer elf Meter dicken Mauer. Wie unbeliebt die Fatimiden waren, kann man allein schon daran ersehen, dass Mahdia als Festung zum Festland hin, also gegen das eigene Volk, konzipiert war. Nur der ängstliche Pascha, seine Familie und Soldaten hatten Zugang. Die Bürger, Weber, Schmiede, Juweliere und Handler, waren gezwungen, in Zouila, einer Vorstadt auf dem Festland, zu wohnen. Somit entstand eine doppelpolige Stadt mit einem bemerkenswerten intellektuellen und künstlerischen Leben.

Aber die Fatimiden, durch Revolten und innere Aufhebungen geschwãcht, zogen es vor, nach Âgypten zu flüchten und gründeten dort im Jahre 973 n. Chr. Kairo. Nach dem Weggang der Fatimiden nach Ägypten bekam Mahdia nie mehr einen Rang als Residenzstadt. Bereits 948 wurde Mahdia aufgegeben und spielte in den folgenden Jahrhunderten die Rolle eines unter den verschiedenen Nationen umkämpften Piratennests.

Mahdia, von nun an von den Zieriden regiert, wurde zum epischen Schauplatz mit dem Einfall der sizilianischen Normannen, den Genuesen und den maltesischen Rittern bis zu den Dynastien der Hafside (1234), der Mouradite (1612), dann der Husseinite (1705). Diese sicherten seine Stabilitãt, brachten eine aufeinander folgende Neubevõlkerung von Andalusiern und Anatoliern mit sich und bereicherten seine Kultur und Tradition.

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