Djerba
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Auf der grössten Insel Nordafrikas bestimmen lange Strände mit freistehenden Palmen das Landschaftsbild. Grosszügige Hotelanlagen mit ihrem inseltypischen Baustil passen sich harmonisch der Landschaft an. Das wettersichere Klima bis in den Spätherbst machen die Insel zur beliebtesten Bade- und Wellness-Destination im Mittelmeer.

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Nebst vielfältigen Wassersportmöglichkeiten finden sich Angebote für Aktivferien mit der Trendsportart Kiten und Tauchen. Zu Lande bieten sich Spaziergänge, Velotouren und Ausritte auf Pferde- oder Dromedarrücken an. Eine attraktive Golfanlage inmitten einer Hotellandschaft lädt zum Golfspiel ein. Djerba ist das Tor zur faszinierenden Welt der Wüste Sahara. Sie werden überrascht sein, Djerba ist flach. Der grösste Teil der Insel besteht aus trockener Landschaft mit alten Olivenbäumen, Obsthainen, Palmen und Gräsern. Jedes der kleinen weissen Häuser mit halbkugelförmigen Kuppeln hat seinen eigenen Hof; Männer und Frauen tragen Strohhüte, und vor die Pflüge sind auch mal Kamele gespannt.

Djerba verdankt seine Besonderheit und seine Schönheit der aussergewöhnlichen Lage. Tief im Süden Tunesiens, nicht weit von der Grenze zu Libyen, ruht das kleine Eiland wie eine riesige Sandbank im warmen, seichten Wasser vor der Küste.

Die ausgedorrte Erde erhält weniger als 200mm Regen im Jahr; die Datteln, die hier wachsen, sind nur als Futter für die Kamele zu gebrauchen, und das Getreide überlebt nur dank der Bewässerung aus den Hunderten von Brunnen und Zisternen, die überall zu sehen sind. Doch das trockene, heisse Klima und die kilometerlangen Sandstrände machen Djerba zum Paradies für die sonnenhungrige Touristen, die während des ganzen Jahres an die Nordküste pilgern.

AUSFLUGSZIELE UND SEHENSWÜRDIGKEITEN

Borj El Kebir

Borj El Kebir (Grosses Fort) ist die Festung aus dem 15. Jh. unten am Meer. Sie wurde auf den Fundamenten eines Forts aus dem 13. Jh. errichtet, welches seinerseits auf den Grundfesten einer römischen Anlage stand. Nacheinander wurde es von Hafsiden, Spaniern, Türken und im 16. Jh. von Barbarossa und Dragut Ali als Garnison benutzt. Im Jahr 1650 stürmten Dragut und seine Männer die Feste und metzelten erbarmungslos die 5000 spanischen Verteidiger nieder. Aus ihren Schädeln errichteten die Piraten eine hohe Pyramide, die ein grausiges Mahnmal darstellte, das man erst im Jahre 1848 wieder beseitigte.

Houmt Souk
Houmt Souk ist das Geschäftszentrum mit den Büros der Fluggesellschaften, Banken, Reisebüros, Autoverleihfirmen, Restaurants und vielen kleinen Läden. Trotzdem ist es aber kaum mehr als ein grosses Dorf, dessen Zentrum die Souks sind, ein Irrgarten aus engen Gassen und weissgewaschenen Plätzen, wo die Verkaufsstände mit lokalen Handwerksgegenständen überfüllt sind - mit Töpferwaren, Teppichen, Korallen und Schmuck.

 

Musée des Arts
Das kleine, aber ausgezeichnete Museum für Volkskunst und Volkstraditionen (Musée des Arts et Traditions Populaires) ist in der Zaouia (Heiligtum) des Sidi Zitouni am Stadtrand untergebracht, inmitten eines hübschen Gartens. In den ersten Sälen sind traditionelle Kleidungsstücke und Kostüme für besondere Anlässe ausgestellt. Alter Schmuck, Keramik, Tischler- und Schnitzereiarbeiten zeigen die Kunstfertigkeit der Handwerker. Das Museum ist täglich ausser freitags von 9-12 Uhr und von 15-17.30 Uhr geöffnet.

Strände

Östlich von Houmt Souk liegen die besten Strände der Insel - Sidi Maharès, Sidi Garous und La Séguia - die auf 20km Länge nur durch die Felsen von Ras Taguerness unterbrochen werden. Diese Landspitze mit dem grossen Leuchtturm ist übrigens auch als der beste Platz zum Schnorcheln bekannt.

 

La Ghriba
Ungefähr 8 km südlich von Houmt Souk liegt das älteste Gotteshaus der Insel, die Synagoge La Ghriba. Sie wurde in den 1920er Jahren gebaut. Entsprechend der örtlichen Legende soll hier 600 v. Chr. ein heiliger Stein vom Himmel gefallen sein, weshalb Juden aus ganz Nordafrika hierher pilgern. Ein Rabbi wird Sie empfangen und Ihnen die Synagoge zeigen, deren Fundamente in ihrem ältesten Teil sehr wahrscheinlich bis ins 5. Jh. v. Chr. zurückgehen. Legen Sie die Schuhe ab und bedecken Sie Ihren Kopf bevor Sie eintreten (die Synagoge, ist für Besucher am Samstagmorgen, dem Sabbath, geschlossen).

 

Guellala
Guellala, auf der Südseite der Insel, ist das Zentrum von Djerbas Töpfereigewerbe. In den holprigen, ungepflasterten Strassen drängen sich Dutzende von Töpferwerkstätten, Brennöfen und kleine Fabriken. Und überall lädt ein Schild die Besucher ein, hereinzukommen und sich umzusehen.

 

Midoun
Der zweitgrösste Ort auf Djerba, Midoun, ist vor allem ein Marktflecken, wo jeden Freitag ein lebhafter Souk unter freiem Himmel abgehalten wird. Ein wahres Erlebnis: Von Früchten und Gemüse über Stoffe und Tiere können Sie so ziemlich alles erwerben - oder einfach nur das bunte Treiben mit all den verschiedenen Düften geniessen! Eine andere Touristenattraktion ist die traditionelle Berber-Hochzeit, die man jeden Dienstag für die Besucher feiert.

 

Allgemein
Darüber hinaus ist Djerba der ideale Ausgangspunkt für Tages- oder Mehrtagesausflüge aufs Festland und zu den Bergdörfern und Wüstenoasen. Rundreisen und Trekkings lassen sich ideal mit Badeferien auf Djerba kombinieren. Unter den Angeboten für Rundreisen und Trekkings finden Sie zahlreiche Vorschläge, das Landesinnere von Djerba aus zu entdecken.

GESCHICHTE

Nordafrikas Geschichte ist auch für Geschichtsmuffel ein interessantes Gebiet - es gibt wohl kaum jemanden, der nicht schon von Hannibal und seiner elefantösen Alpenüberquerung gehört hat, und Hannibal war sozusagen Tunesier! - und gerade auf Djerba finden sich Spuren fast sämtlicher antiker Kulturen.

Schon früh entdeckten die Phönizier, ein seefahrendes Volk, welches ursprünglich aus der Gegend des heutigen Libanon stammt, Djerba auf ihren Seefahrten durch das Mittelmeer. Hart bekämpft von den einheimischen Berbervölkern, eroberten sie die Insel und erbauten die ersten Handelsniederlassungen. Doch nach Hannibals Niederlage gegen die Römer übernahmen diese gleich die Herrschaft über Tunesien und auch Djerba. Es waren auch die Römer, die die noch heute gut erhaltene Strassenverbindung zum Festland, den Römerdamm, bauten. Nicht weit davon entfernt finden sich nur einige klägliche Überreste (die man ohne einen Ortskundigen gar nicht finden würde!) der ehemals blühendesten Stadt - Meninx.

Unter den Römern kam auch der Sklavenhandel so richtig in Schwung, und Djerba nahm eine zentrale Position als Marktplatz ein - geografisch äußerst günstig gelegen : für die Sklavenverkäufer, die ihre "Ware" aus Schwarzafrika durch die lybische Wüste bis hinauf ans Mittelmeer geschafft hatten sowie für die Aufkäufer, die meist aus den herrschenden römischen Familien stammten.

Natürlich verblieben einige der damaligen Sklaven auf Djerba, und ihre Nachkommen sind noch heute bunt durch die Bevölkerung gestreut und vermitteln uns Europäern wieder einen Hauch mehr von Afrika.

Der Niedergang des römischen Reiches war auch für Djerba mit einem allmählichen Niedergang verbunden. Es folgten die Überfälle der Vandalen (410 n. Chr.), der Byzantiner, der Araber (667 n. Chr.) und der Beni-Hilal-Nomaden im 11. Jh. n. Christus. Um 1135 gaben auch sizilianische Normannen ein zwanzigjähriges Gastspiel auf Djerba, sie wurden 1155 von den Almohaden vertrieben. 1284 geriet Djerba unter spanische Herrschaft, dieses Joch schüttelten die noch heute als aufsässig geltenden Djerbi um 1334 durch einen blutigen Aufstand ab. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts begann unter den Hafsiden langsam wieder ein Aufstieg Djerbas, die Insel wurde zu einem berüchtigten Piratennest.

Zu einer (zweifelhaften Berühmtheit wurde der Korsar Dragut. Er baute die Festung Houmt Souk zur Verteidigung gegen die immer wieder angreifenden Spanier aus, verlor diese aber nach einem Grossangriff der Spanier und Malteser, die mit 30'000 Mann anrückten. Dragut gab aber nicht auf und griff seinerseits die Flotte an, bei dieser Schlacht wurden 18'000 Spanier und Malteser getötet.

Auf der Festung Houmt Souk waren 5'000 Mann als Besatzung zurückgeblieben, sie gaben nach einer Belagerung durch Dragut auf und wurden alle geköpft, zur Abschreckung liess Dragut alle Schädel zu einer Pyramide auftürmen, dieses schreckliche Denkmal hatte fast 300 Jahre Bestand und wurde erst 1848 beseitigt. Danach geriet Djerba unter türkische Herrschaft bis im Jahr 1881 die Franzosen die Insel übernahmen.

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