Bizerte
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Farbige Boote ziehen im alten Hafen an den Cafés und den ehrwürdigen Altstadtgemäuern vorbei. Die bunten Märkte im Labyrinth verwinkelter Gassen, die Zeugen vergangener Zeiten wie die Grosse Moschee und osmanische Brunnenspiele und die kleine Festung Ksiba, die heute als Meeresmuseum dient, sind es schon wert, durch die Kasbah hinter den mächtigen Mauern zu bummeln.

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Die offene, einladende Hafenstadt Bizerta, seit jeher bedeutende Brücke Europas nach Afrika, liegt in einer wunderschönen Hügellandschaft im Norden von Tunesien mit fruchtbaren Ebenen und Bergen, im "Grünen Tunesien". Bizerte ist die viertgrösste Stadt Tunesiens und neben Tabarka die bedeutendste Stadt der tunesischen Korallenküste, die sich im grünen Norden des Landes über 300 Kilometer mit vielen kleinen Buchten bis zur algerischen Grenze entlang zieht. Der Abschnitt zwischen Tabarka und Bizerte ist felsig mit vereinzelten malerischen Sandbuchten. Cap Blanc bei Bizerte ist der nördlichste Punkt Afrikas. Ganz in der Nähe liegt der Djebel Nador. Die Hafenstadt Bizerté liegt am Mittelmeer im nördlichen Teil von Tunesien.

Aber auch das moderne Leben der Stadt gesellt sich zum Charme vergangener Kulturen der kleinen Hafenstadt Bizerta, deren Erkundung den Urlaub erst zum Erlebnis macht, denn es gibt viel zu entdecken. Nur ein paar Schritte von der Kasbah wechselt man von der Antike in die neue Zeit, schlendert durch das moderne Viertel die herrliche Strandpromenade entlang und geniesst die Ferien in Bizerta beim Anblick des grossen Hafens. Früher war Bizerta die römische Stadt Hippo Dyarrytus, deren andalusisches Viertel, arabisches Altstadtviertel (die Kasbah) und alter Fischereihafen erhalten geblieben sind.

Mit seinen breiten feinsandigen Stränden eignet sich Bizerta hervorragend für den Urlaub, fernab jeglichen Trubels, aber trotzdem in der Nähe der Hauptstadt Tunis. Auch für Wassersport-Fans ist Bizerta mit seinen Tauchbasen und dem Tauchzentrum ein wahres Eldorado. Der grosse Naturpark lchkeul ist ein wahres Eldorado für jeden Naturliebhaber. Im Herbst treffen sich hier an dem grossen Salzsee Tausende von Zugvögeln. In und um das Moor weiden seltene Büffel und eine bewaldete Hügellandschaft bringt eine bunte Vielfalt an Fauna und Flora zum Vorschein.

AUSFLUGSZIELE UND SEHENSWÜRDIGKEITEN

Ausflugsziele

GESCHICHTE

Bizerté ist als die älteste und europäischte Stadt in Tunesien bekannt. Besiedelt wurde sie um etwa 1000 v. Chr. von Phöniziern aus Tyros (heute Libanon). Bizerté war auch die letzte Stadt in Tunesien, die unter französischer Kontrolle blieb, während der Rest des Landes in die Unabhängigkeit von Frankreich entlassen wurde. Zunächst war es nur ein kleiner phönizischer Hafen. Nach der Niederlage des Agathokles während der Punischen Kriege kam die Stadt unter den Einfluss von Karthago.

Danach wurde Bizerté von den Römern besetzt und erhielt den Namen Hippo Diarrhytus, während die Griechen sie Hippo Zarrytus nannten. Bizerte wurde 647 zuerst von den Arabern, die der Stadt ihren heutigen Namen gaben, erobert. 1535 wurde die Stadt durch die Truppen Karls V. (1500 - 1558), Kaiser des Heiligen Römischen Reiches, erobert. 1574 folgten die Türken. Aus der Stadt entwickelte sich ein Piratennest, die gegen die Spanier und Venezianer kämpften. Mit der Besetzung Tunesiens im Jahr 1880 gewann Frankreich die Kontrolle über Bizerté und baute einen grossen Kriegshafen in der Stadt.

Aufgrund der strategischen Lage von Bizerté im Mittelmeerraum und der Nähe zu Algerien wollte Frankreich seine Marinebasis behalten. Die Stadt wurde 1961 von der tunesischen Armee und Marine blockiert und dann angegriffen. Frankreich reagierte durch die Entsendung von etwa 7000 Fallschirmjägern und der Entsendung dreier Kriegsschiffe. Die dreitägige Schlacht führte zu über 1000 Toten auf beiden Seiten und vielen Opfern unter der Zivilbevölkerung. Das französische Militär gab den Stützpunkt Bizerté dann schliesslich am 15. Oktober 1963 auf.